Lomi-Lomi Massage

Fliessende Körperarbeit, die verbindet

Lange, rhythmische Streichungen bewegen sich wie Wellen über den Körper. Hände und Unterarme arbeiten fliessend, mal sanft, mal kraftvoller – immer in einem Mass, das zu dir und diesem Moment passt.

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PRINZIP

Mehr als eine Abfolge von Griffen

Lomi-Lomi wird häufig wegen ihrer langen, fliessenden Bewegungen erkannt. Ihre eigentliche Qualität entsteht jedoch im Zusammenspiel von Berührung, Rhythmus, Atem, Präsenz und Beziehung. Eine gute Lomi arbeitet nicht einfach eine festgelegte Reihenfolge ab. Sie hört zu, nimmt Antworten des Körpers auf und entwickelt daraus ihren Verlauf.

Die Massage kann ruhig und umhüllend sein, zugleich auch kräftig, dehnend und mobilisierend. Verbindende Streichungen wechseln mit genauerer Arbeit an einzelnen Körperbereichen. Dadurch entsteht ein Wechsel zwischen Ganzheit und Differenzierung, Bewegung und Ruhe.

WERTE

So arbeite ich

Aloha – zugewandte Präsenz

Du wirst als ganzer Mensch wahrgenommen. Wärme und Aufmerksamkeit verbinden sich mit klaren Grenzen und einer respektvollen Form der Nähe.

Pono – das passende Mass

Druck, Geschwindigkeit und Intensität orientieren sich daran, was für deinen Körper stimmig und angemessen ist.

Kuleana – klare Verantwortung

Ich bin verantwortlich für einen professionellen Rahmen, saubere Kommunikation und sorgfältige Körperarbeit. Deine Wahrnehmung, deine Entscheidungen und deine Grenzen bleiben bei dir.

Mālama – Sorgfalt

Wärme, Lagerung, Abdeckung, Öl, Übergänge und Nachruhe gehören genauso zur Behandlung wie die Massage selbst.

Lōkahi – Zusammenspiel

Atem, Stand, Rhythmus, Druck und Bewegung verbinden sich zu einer Behandlung, die sich als Ganzes anfühlt.

WIRKUNG

Was im Körper geschieht

Muskeln und Faszien

Grossflächige Streichungen, Druck, Dehnung und Bewegung sprechen Gewebe in unterschiedlichen Tiefen an. Bereiche mit mehr Spannung können gezielter behandelt werden, ohne den fliessenden Gesamtcharakter zu verlieren.

Gelenke und Bewegung

Sanfte Mobilisationen und passive Bewegungen können die Wahrnehmung von Gelenken und Bewegungsräumen unterstützen.

Atem und Körperwahrnehmung

Der Atem wird nicht vorgegeben. Er darf seinen eigenen Rhythmus finden. Wenn es hilfreich ist, kann ein kurzer Atemimpuls das Nachgeben oder Loslassen von Spannung begleiten.

Ganzkörpergefühl

Lange verbindende Bewegungen beziehen Rücken, Beine, Arme, Schultern, Nacken, Bauch, Brustkorb, Hände, Füsse, Kopf und Gesicht in einen gemeinsamen Behandlungsbogen ein. Welche Bereiche tatsächlich massiert werden, klären wir vorher gemeinsam.

FOKUS

Ein Thema darf da sein – die Massage bleibt Massage

Manche Menschen kommen einfach zur Entspannung. Andere bringen eine gewünschte Qualität mit: Ruhe, Leichtigkeit, Kraft, Vertrauen, Beweglichkeit oder das Bedürfnis, sich wieder bewusster zu spüren.

Im Vorgespräch kann daraus eine schlichte Ausrichtung für die Sitzung entstehen. Sie begleitet die Behandlung im Hintergrund. Während der Massage braucht es keine fortlaufende Deutung und kein Coaching. Dein Körpererleben steht im Vordergrund.

Eine einfache Einstiegsfrage: Welche Qualität darf heute etwas mehr Raum bekommen?

ABLAUF

Der Behandlungsbogen

1. Ankommen

Wir besprechen dein aktuelles Befinden, körperliche Anliegen, gewünschte Intensität und persönliche Grenzen. Wenige klare Sätze reichen meist aus.

2. Erster Kontakt

Lagerung, Wärme und ruhige Berührung unterstützen den Übergang auf die Liege. Dein Körper bekommt Zeit, sich zu orientieren.

3. Fliessende Phase

Lange Streichungen lassen Rhythmus und Verbindung entstehen. Druck und Tempo werden allmählich aufgebaut und kontinuierlich angepasst.

4. Vertiefung

Wenn dein Körper dazu einlädt, werden einzelne Bereiche differenzierter behandelt, gedehnt oder mobilisiert.

5. Integration

Gegen Ende werden die Bewegungen wieder ruhiger und verbindender. Der Körper darf die Behandlung als Ganzes aufnehmen.

6. Abschluss und Rückkehr

Die Berührung klingt klar aus. Danach hast du Zeit zum Nachspüren, Bewegen, Trinken und ruhigen Zurückkommen.

KOMMUNIKATION

Wenige Worte, viel Wahrnehmung

Nach dem Vorgespräch dürfen lange Phasen der Behandlung still sein. Sprache wird dort eingesetzt, wo sie Orientierung schafft: bei Druck, Temperatur, Lagerung, Grenzen oder einem kurzen Atemhinweis. Tiefe entsteht nicht durch viele Erklärungen, sondern durch aufmerksame Berührung und stimmige Entscheidungen.

NACHWIRKUNG

Was nach einer Lomi bleiben kann

Nach der Massage erleben viele Menschen mehr Ruhe, Wärme, Weite, Beweglichkeit oder ein zusammenhängenderes Körpergefühl. Andere spüren Müdigkeit, Lebendigkeit oder einfach das Bedürfnis nach einem langsamen Ausklang. Jede Reaktion darf individuell sein.

Plane nach Möglichkeit etwas Ruhe ein, trinke Wasser und beobachte, was dir guttut. Du musst das Erlebte weder sofort erklären noch bewerten.